SAJA.

KI-Fachassistenz für die sozialpädagogische Praxis. Dokumentiert, sucht, fasst zusammen. Die Fachkraft entscheidet, was damit passiert.
Was SAJA in der Akte tut.
SAJA ersetzt keine fachliche Einschätzung. Sie nimmt Routinen ab, strukturiert Material und macht Muster sichtbar, die zwischen einer Schicht und der nächsten verloren gehen. Sechs Funktionen, in laufender Praxis erprobt.
Verlaufsdokumentation als Entwurf.
Aus Notizen oder mündlicher Schilderung entsteht ein prüfbarer Verlaufseintrag. Niemals ein fertiger Bericht, immer ein Entwurf zur Prüfung. Die Fachkraft entscheidet, was übernommen wird.
Output: Entwurf zur PrüfungHilfeplan-Entwürfe in Sekunden.
Zur Vorbereitung des Hilfeplangesprächs fasst SAJA Verläufe auf Wunsch zusammen. Rund 150 Einträge in etwa 30 Sekunden. Wer welche Akzente setzt, bleibt fachliche Entscheidung.
Tempo: ca. 30 s · 150 Einträge§ 47 SGB VIII als Hinweis.
SAJA macht auf Indikatoren aufmerksam, die eine fachliche Einschätzung verlangen. Keine Wertung, kein Score, keine Ampel. Ein Bemerken, das die Fachkraft prüft und einordnet.
Output: Hinweis, keine BewertungMuster in Verlaufsdaten.
Wiederkehrende Themen, Häufungen, Auffälligkeiten werden sichtbar. Die Muster liegen in einem eigenen Tab. Wer hineinschaut, findet sie. Wer nicht hineinschaut, wird nicht überrumpelt.
Output: Übersicht, opt-inStatistik aus laufender Doku.
Belastbare Auswertungen aus der ohnehin geführten Dokumentation, ohne paralleles Erfassen. Stärkt die Position in Entgeltverhandlungen und in der Berichterstattung gegenüber Kostenträgern.
Output: Auswertung, ohne Doppel-DokuDiktat zwischen zwei Terminen.
Spracheingabe in den Pausen, im Auto, auf dem Weg zur nächsten Übergabe. SAJA bringt das Diktat in eine prüfbare Form. Hilfreich genau dort, wo sonst nichts dokumentiert würde.
Eingabe: Sprache, TastaturEine Stunde mit SAJA.
SAJA ist so gebaut, dass man sie nach kurzem Ausprobieren versteht. Sie funktioniert wie die Programme, die wir aus dem Alltag kennen, keine Arbeitsoberfläche, die man lernen muss, eine, die jeder kennt.
Drei Spalten, ein Arbeitsplatz.
Links die Akten der eigenen Gruppe. In der Mitte der Chat mit der Fachassistenz, dort entsteht jeder Verlaufseintrag als Entwurf. Rechts der gerade ausgewählte Eintrag, mit Termin- und Aktionsspalte.
Eine Erzieherin braucht keine Tab-Hierarchie, keine fünfstufige Navigation. Sie braucht die Akte, die sie gerade führt, und das Werkzeug, mit dem sie sie führt. Beides liegt nebeneinander, ohne Kontextwechsel.
Wer in der Spätschicht zwei Akten gleichzeitig im Kopf hat, soll sie auch nebeneinander sehen.

Abb. 2Dokumentationsansicht. Aktenliste, Chat, Termin- und Detailspalte.

Abb. 3Stammdaten einer Akte, Edit-Modus.
Was SAJA wissen muss, an einem Ort.
Stammdaten sind das, was SAJA über jede Akte wissen darf. Familie, Schule, medizinische Hinweise, Status. Was hier steht, fließt in jeden Entwurf ein, was nicht hier steht, taucht auch nicht auf.
Die Maske ist bewusst karg. Wer Felder leer lässt, lässt sie leer, SAJA improvisiert nicht.
Eine Liste, die sich an echte Tage hält.
Termine entstehen aus der Verlaufsdokumentation, nicht aus einem separaten Kalenderprogramm. Wenn in der Doku steht „Hilfeplangespräch am Donnerstag", dann steht es nachher in der Terminliste, mit Ort und Beteiligten.
Sortiert nach Kommend / Vergangen, nicht nach Kalenderwoche. Die Frage „Was kommt diese Woche?" ist wichtiger als die Frage „Welcher Tag ist heute?".

Abb. 4Alle Termine, gruppiert nach Kommend und Vergangen.

Abb. 5Spracheingabe im Chat. Halten und loslassen.
Halten. Reden. Loslassen.
Eingabe per Sprache, weil die Hand im Gruppendienst oft anderes zu tun hat. Mikrofon halten, sprechen, loslassen. Was kommt, ist ein Entwurf, kein Protokoll.
Die Aufnahme bleibt sichtbar, solange sie läuft. Wer abbrechen will, lässt einfach los. Wer prüfen will, liest den Entwurf, bevor er übernommen wird.
Vier Reiter, ein vorbereitetes Gespräch.
Der HPG-Modus ist die einzige Stelle, an der SAJA wirklich viel auf einmal zeigt. Aber er zeigt nichts, was die Fachkraft nicht ohnehin gerade braucht. Vier Reiter: Zeitstreifen, Hilfeplanziele, Entwicklung, Verlaufsbericht.
Wer ein Hilfeplangespräch vorbereitet, fängt selten bei null an. Es liegen sechs Monate Verlaufsdoku im Rücken, drei davon hat man selbst geschrieben, drei jemand anders. Die Fragen sind immer dieselben: Wo standen wir, wie hat sich das entwickelt, was ist offen geblieben?
Zeitstreifen · was wann war.
Verläufe nicht als Text, sondern als Punktstreifen. Konflikte rot, Therapie blau, positive Momente grün. Wer einen Streit im Februar erinnert, sieht ihn im Februar. Wer wissen will, ob die Phase im März ruhig war, sieht es in einem Blick.
Hilfeplanziele · was vereinbart war.
Die Ziele aus dem letzten HPG, daneben der Status. Offen, teilweise erreicht, bewertet. Mit der Notiz, was im Weg stand, falls etwas im Weg stand.
Verlaufsbericht · was im Hilfeplan stehen wird.
Aus den Dokumentationseinträgen entsteht ein Entwurf, gegliedert nach den klassischen Bereichen. Belegfähig heißt: jede Aussage trägt eine Quelle, jeder Absatz lässt sich auf den Ursprungseintrag zurückführen.

Abb. 6Zeitstreifen, sechs Monate auf einen Blick

Abb. 7Ziele aus dem letzten HPG, mit Status
Alle Dokus zwischen zwei HPGs, auf einen Blick.
Der Verlaufsbericht ist kein Hilfeplan-Bericht, sondern eine Arbeitshilfe davor. SAJA fasst alle Einträge zwischen zwei HPGs nach vorgegebenen Themen zusammen, damit die Fachkraft den Gesamtüberblick hat, ohne jeden einzelnen Eintrag erneut zu lesen.
Zwischen zwei Hilfeplangesprächen sammeln sich Wochen oder Monate an Einträgen. Bevor die Fachkraft den Hilfeplan-Bericht schreibt, will sie wissen, was insgesamt passiert ist, nicht jeden Tag noch einmal lesen, sondern nach Themen sortiert.
SAJA gliedert die Einträge nach den vorgegebenen Bereichen und zeigt pro Bereich, wie viele Einträge es gibt. Kein Bereich wird kaschiert: Wo wenig steht, steht auch wenig.
Arbeitshilfe · kein Ersatz.
Der Verlaufsbericht ersetzt den Hilfeplan-Bericht nicht. Er ist die Vorstufe, das Material, aus dem die Fachkraft anschließend ihren eigenen Bericht formuliert. Die fachliche Bewertung bleibt bei ihr.
Sachlich · keine Bewertung.
Keine Handlungsanweisungen, keine Risikoabschätzung, keine Bewertung. Die Fachkraft bekommt sachlich erzählt, was passiert ist, nicht, was sie tun soll. Was daraus folgt, entscheidet sie.
Quellen-Marken · q1, q2, q3.
Hinter jeder Aussage steht eine kleine Quellen-Marke. Cursor darüber: der Originaleintrag. Klick: Sprung in die Akte. So bleibt nachvollziehbar, woher jeder Satz kommt.

Abb. 8Übersicht: Bereiche, Einträge, Belegquote

Abb. 9Entwurf mit Quellen-Marken im Fließtext
Zusammenhänge sehen, die im Alltag untergehen.
Eine Bezugserzieherin kennt ihre Gruppe. Eine Heimleitung kennt das ganze Haus, hat aber keine Zeit, ständig alle Akten zu lesen. Muster liest mit und erkennt Zusammenhänge zwischen Ereignissen, die einzeln unauffällig wirken: Lief Lisa schon vor zwölf Monaten nach jedem Telefonkontakt mit der Mutter Amok? SAJA sieht das. Systempädagogik, gegossen in Code.
Zusammenhänge · nicht Einzelereignisse.
Was die Liste anzeigt, sind keine Vorfälle, sondern wiederkehrende Verbindungen: Verhalten, das sich nach einem bestimmten Auslöser häuft. Verhalten, das ein Kind erst seit kurzem zeigt. Verhalten, das sich über Wochen verstärkt.
Für die Leitung · ohne Druck.
SAJA erzählt der Heimleitung, wenn ein Kind in einer Gruppe vermehrt sozial abweichendes Verhalten zeigt. Nicht aufdringlich, nicht proaktiv per Push, sondern dort, wo sie ohnehin hinschaut. Wer hineinschaut, findet es.
Belege immer dabei.
Hinter jedem erkannten Muster stehen die Einträge, aus denen es entsteht. „10 Belege anzeigen" macht aus der Beobachtung eine prüfbare Aussage. Welche Konsequenz folgt, entscheidet die Fachkraft, im Team, im Hilfeplan, in der Meldung.

Abb. 10Muster, sortiert nach Gewicht der Beobachtung
Sechs Sätze, die uns wichtig sind.
Manche Erwartungen an KI-Werkzeuge in der Sozialen Arbeit verstehen wir. Manche teilen wir nicht. Damit klar ist, woran man uns messen darf und woran nicht, sechs Aussagen über das, was SAJA bewusst nicht leistet.
Keine Einschätzung der Kindeswohlgefährdung.
SAJA macht auf Indikatoren aufmerksam. Sie bewertet nicht. Die fachliche Einschätzung verbleibt vollständig bei der Fachkraft.
Kein automatischer Bericht.
Jeder Output ist ein Entwurf zur Prüfung. Es gibt keinen Knopf, der einen Hilfeplan ohne Lesen abschickt.
Kein Scoring von Klienten.
Keine Risiko-Ampel, kein Ranking, keine Prognose-Note. Wir bauen keine Werkzeuge, die Kinder klassifizieren.
Kein Datenabfluss an Modellanbieter.
Personenbezogene Daten verlassen die EDN-Plattform nicht. Maria steuert pro Aufgabe, was ein externes Modell zu sehen bekommt.
Kein Ersatz für Beziehungsarbeit.
SAJA hilft mit Routine, nicht mit Haltung. Die Arbeit am Kind ist und bleibt Arbeit von Mensch zu Mensch.
Kein fertiges Produkt.
SAJA ist lauffähig, aber im Aufbau. Funktionen wachsen aus echtem Praxisbedarf. Wer uns piloten möchte, gestaltet mit.
Eine Stunde. Ein Bildschirm. Eine echte Akte.
Wir zeigen SAJA an einer Akte aus Ihrer Einrichtung. Sie schreiben einen Eintrag, wir dokumentieren mit. Anschließend sehen Sie, wie der Verlauf entsteht, wo SAJA Hinweise gibt und wo Sie das Steuer behalten. Keine Folie, kein Pitch.
Eine ehrliche Stunde reicht meistens.

Von Shield zu Maria
Maria ist die Schicht zwischen SAJA und den großen Sprachmodellen. Der Weg dorthin führte über zwei verworfene Verfahren und drei Architekturentscheidungen.
Weiterlesen →
Muster erkennen, ohne die Seele wegzunehmen
Im Gespräch mit einem Dachverband fiel der Satz: Die Jugendhilfe sitzt auf einem Schatz und weiß es nicht. Was als Reise begann.
Weiterlesen →