Ressort·FAQ
Häufig gestellte Fragen
12. Mai 2026·Stand
Häufig gestellte Fragen

Die Fragen, die am häufigsten kommen.

FAQ. Drei Adressaten, Fachkräfte, Leitungen und Datenschutzbeauftragte, bringen unterschiedliche Fragen mit. Hier die Antworten, so kurz wie möglich, so ehrlich wie nötig. Wo etwas noch in Vorbereitung ist, steht das auch so dort.

№ 01 · Für Fachkräfte

Im Alltag mit SAJA.

Fragen, die Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen und Bezugsbetreuer häufig stellen, wenn sie SAJA das erste Mal in die Hand nehmen.

  • 01Muss ich eine bestimmte Sprache oder Struktur verwenden, wenn ich SAJA etwas diktiere?+

    Nein. SAJA versteht normale, auch holprige Sprache, inklusive Dialekt-Einsprengseln und unvollständigen Sätzen. Sie diktieren so, wie Sie sich auch mündlich äußern würden.

    Was SAJA daraus macht, ist die Form: Verlaufsstruktur, Datum, Bezugsperson. Den Inhalt entscheiden Sie.

  • 02Was passiert, wenn SAJA etwas falsch formuliert und ich es nicht bemerke?+

    Jeder Eintrag wird vor dem Speichern noch einmal angezeigt. Die Fachkraft entscheidet, ob die Formulierung trifft. Erst dann landet der Text im Verlauf.

    Wenn etwas trotzdem durchrutscht: Einträge sind editierbar, mit Versionshistorie. Eine frühere Fassung lässt sich jederzeit wiederherstellen.

  • 03Kann SAJA auch Übergaben oder Vorfallsberichte schreiben, nicht nur Verlaufsnotizen?+

    Verlaufsnotizen sind der primäre Anwendungsfall. Schicht-Übergaben sind in Vorbereitung. Sie werden aus den Verläufen des Tages aggregiert, nicht neu geschrieben.

    Für Vorfallsberichte (z. B. Eskalation, Selbstgefährdung) wird es eine separate Vorlage geben, die andere Pflichtfelder hat. Hier wird im Pilot konkret abgestimmt, was die Träger brauchen.

  • 04Können mehrere Fachkräfte gleichzeitig mit SAJA arbeiten?+

    Ja. SAJA ist mehrnutzerfähig ausgelegt. Jede Fachkraft hat einen eigenen Zugang, Einträge sind klar zuordenbar. Jeder Eintrag enthält Autor, Zeitstempel und Versionsverlauf.

    Bei gleichzeitigem Bearbeiten desselben Verlaufs gilt: letzter Save zeigt die aktuelle Fassung, frühere Fassungen bleiben in der Versionshistorie erhalten.

  • 05Funktioniert SAJA auch offline?+

    Teilweise. Diktat-Aufnahmen werden im Browser gepuffert und nachsynchronisiert, wenn die Verbindung wieder steht. Das Sprachmodell wird über eine API angesprochen, ohne Verbindung gibt es keine Auto-Formulierung, aber der gesprochene Text geht nicht verloren.

№ 02 · Für Leitungen · Träger

Einführung und Betrieb.

Fragen aus Trägerleitungen, Einrichtungsleitungen und IT-Verantwortlichen. Was die Einführung kostet, wie sie abläuft, wie SAJA mit bestehenden Systemen zusammenspielt.

  • 06Was wird das irgendwann kosten?+

    Eine offene Preisliste folgt mit der Selbstbuchung über die Website. SAJA ist im Einsatz, der Einstieg neuer Träger läuft persönlich.

    Konditionen klären wir im Erstgespräch, gemeinsam mit der Einrichtung.

  • 07Was passiert mit unseren Daten, wenn wir SAJA nicht mehr nutzen?+

    Sie bekommen einen vollständigen Export Ihrer Verläufe in einem dokumentierten, offenen Format (JSON + PDF-Rendering pro Akte). Anschließend werden Ihre Daten auf Anforderung aus den produktiven Systemen gelöscht; Backup-Rotation läuft 30 Tage.

    Genaue Fristen, Formate und Löschprotokolle sind Teil des Auftragsverarbeitungsvertrags und werden im Pilot festgelegt.

  • 08Wie aufwendig ist die Einführung?+

    Geringer als bei klassischen Fachverfahren. Es gibt keine Server-Installation, SAJA läuft im Browser. Die Einrichtung umfasst: Nutzer anlegen, Bezugssystematik abstimmen, kurze Schulung (etwa 60 Minuten pro Team).

    Realistischer Erwartungswert für eine Gruppe: ein bis zwei Wochen vom ersten Termin bis zum produktiven Einsatz.

  • 09Können wir SAJA erst in einer Gruppe testen und dann ausweiten?+

    Genau so ist der Pilotbetrieb gedacht. Eine Gruppe oder ein Wohnbereich, ein bis drei Monate, mit klaren Rückkopplungspunkten. Erst wenn beide Seiten weitermachen wollen, wird ausgeweitet.

    Daten der Pilotgruppe können in die Voll-Einführung übernommen werden. Niemand schreibt zweimal.

  • 10Wie funktioniert das parallel zu Vivendi oder anderen Fachverfahren?+

    SAJA ersetzt das Fachverfahren nicht. Es liegt darunter, dort, wo Fachkräfte heute auf Papier oder in Word-Vorlagen schreiben. Aus den SAJA-Verläufen lassen sich strukturierte Exporte ziehen, die in Vivendi importiert oder als PDF-Anhang abgelegt werden können.

    Eine direkte Schnittstelle zu Vivendi existiert aktuell nicht und ist im Pilot-Gespräch Verhandlungsgegenstand.

№ 03 · Für Datenschutz

Recht und Architektur.

Fragen aus Datenschutzbeauftragten, kirchlichen Datenschutzaufsichten und IT-Sicherheitsverantwortlichen. Antworten kurz, mit klarer Markierung an Stellen, an denen das Konzept noch nachgeschärft wird.

  • 11Wo werden die Sozialdaten gespeichert?+

    Auf Servern bei Hetzner Online in Deutschland. Verschlüsselung at-rest mit AES-256, in Transit mit TLS 1.3. Keine Replikation außerhalb der EU.

  • 12Was ist Maria, und wie schützt sie unsere Daten?+

    Maria ist die Schutzschicht zwischen SAJA und externen Sprachmodellen. Sie sorgt dafür, dass keine Klartextdaten an den Modellanbieter gehen: bekannte Personen werden durch Arbeitsreferenzen ersetzt, sensible Angaben aufgabenbezogen generalisiert oder zurückgehalten. Das Modell sieht eine kontrollierte Arbeitsansicht, nicht den Originaltext.

    Mehr dazu im Werkstattbeitrag „Von Shield zu Maria" und auf der Maria-Seite.

  • 13Wer hat Zugriff auf die Daten innerhalb von EDN-System?+

    Im Pilotbetrieb hat ausschließlich der Verantwortliche (Hendrik Sichert) administrativen Zugriff. Für Störungsbeseitigung wird Zugriff dokumentiert und protokolliert. Im Regelbetrieb wird ein Vier-Augen-Prinzip für produktive Datenzugriffe etabliert.

  • 14Gibt es ein Rollen- und Rechtekonzept?+

    Ja. Drei Grundrollen sind vorgesehen: Fachkraft, Leitung, Datenschutzbeauftragte·r. Sichtbarkeit ist gruppen- und einrichtungsbezogen. Einträge anderer Einrichtungen sind nicht sichtbar; Einträge anderer Gruppen nur nach explizit abgestimmter Freigabe.

    in KlärungFeingranulare Rollen (z. B. Praktikum, Bereitschaft) werden im Pilot definiert.

  • 15Wie werden Daten gelöscht, wenn ein Kind die Einrichtung verlässt?+

    SAJA folgt der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist der jeweiligen Hilfeart. Mit Ende der Aufbewahrungspflicht löscht ein automatischer Job die Akte einschließlich aller Diktate, Versionsstände und Maria-Mappings. Löschungen werden protokolliert und sind dem Träger einsehbar.

    Außerhalb der gesetzlichen Frist können Träger eigene, kürzere Löschfristen festlegen. Auswertungen zur Profilbildung sind in der Architektur nicht vorgesehen und werden nicht durchgeführt.

  • 16Welche Rechtsgrundlage greift für den SAJA-Einsatz?+

    Die Rechtsgrundlagen werden im Rahmen des Pilots gemeinsam mit der Datenschutzbeauftragten des Trägers festgelegt, ausgehend von Art. 6 DSGVO und den einschlägigen Sozialgesetzbüchern (insbesondere SGB VIII, SGB I und SGB X).

    Für besondere Datenkategorien (Gesundheitsdaten) gilt zusätzlich Art. 9 DSGVO. Welche Norm im Einzelfall greift, hängt von der Trägerschaft ab und wird im Pilotvertrag dokumentiert.

  • 17Wie ist das mit KDG und DSG-EKD?+

    Die Architektur orientiert sich an den Anforderungen von DSGVO, KDG (kath.) und DSG-EKD. Eine formale Prüfung durch externe Gutachter ist Bestandteil jedes Pilot-Setups.

    vor PilotstartFür kirchliche Träger ist eine Prüfung durch die jeweilige bischöfliche bzw. landeskirchliche Datenschutzaufsicht erforderlich. Das wird gemeinsam vorbereitet.

  • 18Liegt eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) vor?+

    Eine DSFA wird im Rahmen jedes Pilots gemeinsam mit der Datenschutzbeauftragten erarbeitet, ausgehend von einem Konzept-Entwurf, der Architektur und Risikolage beschreibt. Der Entwurf adressiert insbesondere die Verarbeitung durch externe Sprachmodelle über die Maria-Schicht.

    Der Konzept-Entwurf wird auf Anfrage gemeinsam mit der zuständigen DSB durchgegangen.

Frage offen

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