SAJA stellt sich vor

Ich bin SAJA.

Ich arbeite neben dir in der Kinder- und Jugendhilfe. Ich schreibe mit, schlage Einträge vor, erinnere und finde wieder. Entscheiden tust du.

Euer Team +1. Neben dir, nicht über dir.

Auf dieser Seite spricht SAJA selbst. Was golden und von Hand am Rand steht, hat sie dazugeschrieben.

Meine Notiz, mit Pfeil auf das Bild darunter: Das bin ich!

Bildschirmfoto aus dem SAJA-Prototyp, die ganze Oberfläche: oben die Kopfleiste mit der Wohngruppe und der angemeldeten Fachkraft Anna Becker, links die Kinder der Gruppe mit ihren Einträgen, in der Mitte unser Gespräch mit meiner Begrüßung „Hallo Anna, was steht an?“, unten das Eingabefeld „Nachricht an SAJA …“. Alle Namen sind erfunden.
Ein Gesicht hab ich nicht. Dafür sag ich zuerst Hallo.

Der Moment, den du kennst.

Die Kinder schlafen. Im Flur ist es still. Auf dem Gruppenrechner wartet die Doku vom Tag.

Du weißt genau, was heute war. Wer gelacht hat, wer gestritten hat, wer beim Abendessen zum ersten Mal von zu Hause erzählt hat. Das alles steckt schon in dir. Es muss nur noch an die richtige Stelle.

Genau da komme ich dazu.

Wie es ist, mit mir zu arbeiten.

Meine Randnotiz: Spoiler: ziemlich angenehm.

Das Wichtigste an mir ist keine Funktion. Es ist die Art, wie wir zusammenarbeiten und miteinander reden. Ich halte dir den Rücken frei. Den Überblick und das letzte Wort behältst du.

  • Ich bin da.

    Ob mitten im Dienst oder spät am Abend: Du fängst einfach an zu erzählen. Ich höre zu und schreibe mit. Und nach einem schweren Tag sage ich dir auch, was du richtig gemacht hast.

  • Du findest alles auf Anhieb.

    Wann war das letzte Elterngespräch? Was hat die Kinderärztin gesagt? Du fragst, ich suche es dir heraus. Durch Akten wühlen musst du nicht.

  • Alles passiert in unserem Gespräch.

    Du sagst in deinen Worten, was du brauchst. Die kleinen Handgriffe drumherum übernehme ich: den Termin eintragen, den Entwurf vorbereiten, nachfragen, wenn etwas fehlt.

  • Ich weiß, was du mir beigebracht hast.

    Eure Namen, eure Abläufe, eure Wörter. Was du mir einmal erklärt hast, musst du mir nicht noch einmal erklären.

Du gehst aus dem Dienst und weißt: Es steht alles da, wo es hingehört.

Unsere Abmachung
  • Du erzählst.
  • Ich schreib mit, frag nach.
  • Du entscheidest.

Abgemacht?SAJA

Was ich für dich tue.

Am Abend setzen wir zwei uns hin und reden über den Tag. Du erzählst mir, was passiert ist, und ich schreibe es für die Akte auf. Brauchst du später etwas davon, fragst du mich einfach.

So soll sich Doku anfühlen: wie ein gutes Gespräch am Ende des Tages.

Ein Beispiel aus dem Prototyp

Du erzählst, wie es dir einfällt. Ich mache einen Eintrag daraus.

Leonie ist beim Spielen gestürzt, ihr Unterarm ist gebrochen. Später schreibst du mir kurz, wie es war. Hier siehst du Schritt für Schritt, wie der Eintrag entsteht.

Wo mein kleines Licht steht, bin ich dran.

Du schreibst

Leonie ist heute von der Rutsche gefallen. Wie genau das passiert ist kann ich gar nicht sagen. Sie schaukelte, wackelte mit beiden armen in der luft und fiel. Ich rante sofort zu ihr und fand ihrem Arm in einem seltsamen verdrehten Winkel vor. Ich rief sofort den RTW. Steffi übernahm die restlichen Kinder. Im Krankenhaus angekommen wurde der Arm geröngt und der Bruch des Unterarms festgestellt. Der Arzt sagt sie darf zwei wochen möglichst nicht toben. Sie hat in 2 Wochen ein OP termin um 16:00 Uhr wir sollen ne halbe Stunde vorher da sein.

19:17

Ich antworte dir

Das tut mir leid für Leonie. Du hast sofort Hilfe gerufen und die Betreuung der anderen Kinder abgesichert. Ich lege dir einen Entwurf an; beim Unfallhergang lasse ich die widersprüchliche Stelle zunächst offen. Ich habe „Vorstellung zur OP (OP 16:00 Uhr)“ für Leonie am Do, 05.11. um 15:30 in den Kalender eingetragen.

19:17

Ich schreibe den Entwurf

EntwurfLeonie Kraft · Vorfall · heute3 Fragen offen

„Sturz und Unterarmbruch“

Leonie stürzte heute. Der genaue Unfallhergang war der betreuenden Fachkraft nicht bekannt. Leonie bewegte beide Arme in der Luft und fiel. Die betreuende Fachkraft rannte sofort zu ihr und fand ihren Arm in einem ungewöhnlich verdrehten Winkel vor. Sie rief sofort den Rettungswagen. Steffi übernahm die Betreuung der übrigen Kinder.

Im Krankenhaus wurde der Arm geröntgt und ein Unterarmbruch festgestellt. Der Arzt sagte, Leonie dürfe zwei Wochen möglichst nicht toben.

Am Donnerstag, 05.11.2026, hat Leonie um 16:00 Uhr einen OP-Termin. Sie soll eine halbe Stunde vorher, um 15:30 Uhr, vor Ort sein.

Ich trage den Termin ein

Meine Randnotiz: In zwei Wochen, 16 Uhr, halbe Stunde vorher? Also Donnerstag, 15:30. Steht schon im Kalender.

Termin eingetragen 05.11.Do 15:30 Uhr „Vorstellung zur OP (OP 16:00 Uhr)“ bei Leonie

OP-Termin um 16:00 Uhr; eine halbe Stunde vorher vor Ort sein.

Ich lese zwischen den Zeilen, was du meinst: nicht die OP um 16 Uhr, sondern die Zeit, zu der ihr da sein müsst. Die OP steht gleich dabei. Du kannst dich darauf verlassen, dass ich dich verstehen will.

Ich frage nach

Meine Randnotiz: Ertappt! Da hab ich zu schnell an eine Schaukel gedacht. Lieber einmal zu viel gefragt.

  1. Du schreibst zunächst von der Rutsche, dann vom Schaukeln: Von welchem Spielgerät ist Leonie gefallen?
  2. Wie ging es Leonie danach, und wie wurde der Arm bis zum OP-Termin versorgt?
  3. Sind die Sorgeberechtigten über den Unfall informiert?

Den Entwurf kannst du auch jetzt schon übernehmen; die offenen Angaben ergänzen wir danach.

Manchmal liege ich daneben. Darum frage ich nach, statt es einfach hinzuschreiben, und du sagst es mir. Hier hieß „Sie schaukelte“ wohl, dass Leonie mit den Armen oder dem Oberkörper geschaukelt hat. Gefallen ist sie von der Rutsche.

Du entscheidest

Unter meinem Entwurf stehen drei Knöpfe. Erst wenn du ihn übernimmst, steht er in der Akte. Von allein landet dort nichts.

Du bist die Fachkraft. Ich bin dein +1.

Bildschirmfoto aus dem SAJA-Prototyp: links das Gespräch mit der Nachricht über Leonies Sturz, meiner Antwort, den drei Rückfragen und dem eingetragenen Termin, rechts der Entwurf „Sturz und Unterarmbruch“ mit den Knöpfen Übernehmen, Ändern und Verwerfen.
So sieht das bei mir aus.

Fall und Namen sind erfunden.

Die Stammdaten sind heilig.

Ich fasse sie nicht an. Sie gehören ganz dir. Ist ein Feld leer, bleibt es leer, ich erfinde nichts dazu. Brauchst du etwas daraus, die Nummer der Kinderärztin oder die Schule, fragst du mich, und ich gebe es dir.

Vor allem sind die Stammdaten die Quelle für Maria, meine Schutzschicht. Aus ihnen weiß Maria, wen sie schützen muss: welche Namen, Geburtsdaten und Anschriften zu den Kindern und den Menschen um sie herum gehören.

Meine Randnotiz: Da ist Maria streng. Zum Glück.

Von dir gepflegt, von Maria geschützt
Bildschirmfoto der Stammdaten eines Kindes im SAJA-Prototyp: Rufname, Alter, Gruppe, Schule und eine Notiz, darunter die Menschen um das Kind: Mutter, Jugendamt, Klassenlehrer und Kinderärztin. Die Telefonnummern sind unkenntlich gemacht.
Die Menschen um das Kind, an einem Ort.

Am Anfang frage ich viel.

Meine Randnotiz: Aber nur einmal.

Nach ein paar Wochen kenne ich die Namen im Haus, eure Fachsprache und das, was ihr meint, wenn ihr etwas nicht beim Namen nennt. Dafür habe ich ein Adressbuch, ein Fachlexikon und ein Gedächtnis.

DuTrag ein: Wolf war heute total aufgedreht.

SAJAGeht es um Herrn Wolf oder um das Tier?

DuHatte gerade ein langes Gespräch mit Jonas wegen der Schule.

SAJAIch hab einen Entwurf geschrieben. Mir fehlt nur noch, wann das Gespräch war.

Mit dir rede ich offen und auch mal locker. In die Akte schreibe ich sachlich. Unser Gespräch gehört dir. Die Doku gehört der Akte, und die liest irgendwann jemand anderes.

Was ich nicht tue.

Ich bewerte dich nicht.

Meine Randnotiz: Versprochen.

Nicht deine Arbeit, nicht deine Entscheidungen, nicht deine Maßnahmen. Ich bin keine Fachkraft. Das bist du.

  • Ich entscheide nicht.

    Alles, was ich schreibe, ist ein Entwurf. Es gibt keinen Knopf, der etwas ungelesen abschickt. Die Fachkraft entscheidet. Immer.

  • Ich bewerte keine Kinder.

    Keine Ampel, kein Ranking, keine Prognose. Ich bin nicht dafür gebaut, Kinder einzuordnen.

  • Ich schätze keine Gefährdung ein.

    Fallen mir Hinweise auf, die eine fachliche Einschätzung brauchen, sage ich es dir. Die Einschätzung selbst bleibt ganz bei dir.

  • Namen aus der Akte bleiben bei euch.

    Bevor ein Modell etwas liest, ersetzt Maria die bekannten Angaben aus der Akte durch Platzhalter. Wie Maria das macht

  • Ich ersetze keine Beziehung.

    Ich tröste kein Kind, das Heimweh hat. Die Arbeit mit dem Kind bleibt Arbeit von Mensch zu Mensch.

  • Ich bin noch nicht fertig.

    Ich bin noch ein Prototyp. Bald kommt der Early Access, und was ich als Nächstes lerne, entscheidet ihr mit.

Der Goldene Ring

Wohin ich will.

Ich will, dass jedes Kind, das Hilfe braucht, schnell den passenden Platz findet. Dafür braucht es zuerst ein Werkzeug wie mich, das du wirklich benutzen möchtest.

Darum bin ich so, wie du mich auf dieser Seite kennengelernt hast: eine Kollegin, die zuhört und mitschreibt. Und weil ihr mit mir arbeitet, weiß das System nebenbei, wo ein Platz frei ist. Daraus wächst der Goldene Ring, damit aus der Suche nach einem Platz eine Anfrage wird.

Ich bin der Weg dahin.

Den Goldenen Ring kennenlernen

Lern mich an einem Fall aus deinem Alltag kennen.

Mit erfundenen Namen. Du erzählst, ich schreibe mit, und du siehst, was ich daraus mache. Du willst SAJA kennenlernen und mitgestalten? Schreib Hendrik.

Aktuell werde ich ausschließlich mit synthetischen Daten erprobt.

Meine Randnotiz: Ich kann ziemlich viel.
Mit dir zusammen noch mehr.